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Los geht's

Piano Concerto

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Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2014 wurde das Piano Concerto uraufgeführt. Es spielte das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Solist war der Pianist Nicolas Hodges. 

Die Arbeit an der ungewöhnlichen Komposition begann rund ein Jahr zuvor in einer Werkshalle nahe Karlsruhe.


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Ein Flügel stürzt aus sieben Metern Höhe. Der Aufprall lässt das Instrument bersten und zerspringen, alles festgehalten in Bild und Ton.

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Zum Einsatz kommen Hochgeschwindigkeitskameras, mit denen Zeitlupe-Aufnahmen gefertigt werden. 

Eine Vielzahl von Mikrofonen sorgt dafür, dass auch jedes Geräusch aufgezeichnet wird. 

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Alles gehört zum Konzept des dänischen Komponisten Simon Steen-Andersen. In seinen mehrfach ausgezeichneten Werken kombiniert er häufig Instrumentalmusik und elektronische Einflüsse. Über Videoinstallationen schafft er zusätzlich eine visuelle Ebene.

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Faszination Zeitlupe

Interview vom 3.9.2013

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Steen-Andersens Ziel ist es, die Abläufe der Zerstörung deutlich betrachten und hören zu können.

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Der Aufprall

Aufnahmen des Flügelsturzes und der Zustand des Instruments danach. 

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Denn in Echtzeit ist der Sturz kurz und wenig spektakulär. Die Schäden am Flügel sind allerdings deutlich zu erkennen. 

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Als Provokation oder Kritik ist die Zerstörung nicht gedacht. Steen-Andersen geht es darum, die freigesetzten Energien einzufangen und ein neues Instrument zu schaffen.

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Bauen eines Instrumentes

Interview vom 18.10.2014

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Der Pianist Nicolas Hodges erkundet die Möglichkeiten dieses neuen, transformierten Instruments. 

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Das transformierte Klavier

Nocolas Hodges spielt zum ersten Mal auf dem gebrochenen Flügel. 

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Das Spiel auf dem zerbrochenen Instrument wird ebenfalls aufgezeichnet. Wieder entstehen Audios und Videos.

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Beschreibung der Aufnahmen

Interview vom 18.10.2014

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Die Klänge des zerbrochenen Instruments bilden den Ausgangspunkt der Komposition. Sie ist dabei nur ein Moment, der dann in ein veritables Klavierkonzert mündet. 

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Das Zusammenspiel aus intaktem und  gebrochenem Flügel wird nicht nur klanglich umgesetzt, sondern auch visuell. 

Live spielt der Pianist Nicolas Hodges ein unversehrtes Instrument, ihm gegenüber wird das zerborstene auf eine Leinwand projiziert. 


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Zwei Piano, ein Instrument

Ausschnitt der Uraufführung vom 19.10.2014 in Donaueschingen.

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Es scheint, als wären zwei Flügel auf der Bühne. Tatsächlich bilden der intakte und der zerbrochene ein Instrument. 

Der Pianist spielt auch beide Instrumente. Auf dem Flügel liegt das Keyboard, mit dem er die Projektion steuert.

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Steen-Andersen erklärt die Einheit aus intaktem und zerbrochenem Flügel.

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Die Klangwelt des kombinierten Instruments wird in das Orchester verlagert. Es vermittelt so zwischen dem intakten und dem gebrochenen Zustand des Flügels. 

Der Flügelsturz ist so in der ganzen Komposition wahrnehmbar, kann aber mit einem gewissen Abstand betrachtet werden. 

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Tanzendes Klavier

Ausschnitt der Uraufführung vom 19.10.2014 in Donaueschingen.

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Eine Videoleinwand hinter den Musikern zeigt deutlich, wie sie die gebrochenen Klänge instrumentieren. Das gesamte Orchester wird als zerbrochenes Instrument erlebt. 

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Für das Piano Concerto hat Simon Steen-Andersen in Donaueschingen den Orchesterpreis 2014 erhalten. 

Nach Auffassung der Musiker des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg war es das bemerkenswerteste Orchesterwerk des Festivals.

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Eine Multimedia-Reportage von SWR2 und SWR.Online

Vielen Dank an:
Simon Steen-Andersen
Donaueschinger Musiktage
ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe



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