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Unwetter-Katastrophe 2016

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Das schwere Unwetter Ende Mai hatte verheerende Folgen für die Region Heilbronn-Franken. Im Hohenlohekreis und im Kreis Schwäbisch Hall hinterließ es Schäden in Millionenhöhe und forderte vier Menschenleben in anderen Regionen.

Diese Multimediareportage zeigt die Auswirkungen mit Bildern und Videos aus den betroffenen Regionen.

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Anwohner verlieren ihre Häuser. Die Wassermassen haben ganze Gebäudeteile mit sich gerissen.

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Autos wurden wie Spielbälle von den Wassermassen mitgerissen. Genauso wie Gartenmöbel, Pflanzenteile, aber auch persönliche Gegenstände der Einwohner. Nach dem Rückgang des Wassers bleibt alles meterhoch aufgetürmt in den Straßen zurück.

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Erinnerungen

Bürger erinnern sich, als die Wassermassen durch den Ort schossen.

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Das Bild der Verwüstung macht viele Betroffene fassungslos. Am Tag nach dem Unwetter wird das Ausmaß der Schäden erst wirklich sichtbar. Erinnerung vom Vorabend werden wach.

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Sechs Gebäude sind nicht mehr nutzbar und müssen abgerissen werden. Acht weitere Häuser sind einsturzgefährdet und dürfen nicht mehr betreten werden.

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Wassermassen haben Baumstämme und Geröll in Keller und Garagen gedrückt. Viel schlimmer ist jedoch der Schlamm.

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Bis in den letzten Winkel ist der Schlamm vorgedrungen. Im gesamten Ort riecht es nach Öl, das ausgelaufen ist.

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Noch nie wurde in den letzten 20 Jahren so viel Niederschlag an der Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen gemessen: 94 Liter pro Quadratmeter am Tag. Zeitweise 40 Liter in der Stunde.

Drei unscheinbare Bäche haben sich in Braunsbach durch diesen heftigen Niederschlag am Abend in reißende Flüsse verwandelt.

Das Wasser konnte in den engen Tälern rund um den Ort nicht versickern.

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Helfer sind auch in anderen Orten pausenlos im Einsatz. In vielen Teilen der Region hat das Unwetter zu katastrophalen Zuständen geführt.

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Bürger erinnern sich

Bürger aus Künzelsau schildern ihre Erlebnisse nach dem Unwetter:

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In Künzelsau spült das Unwetter meterweise das Pflaster auf vielen Wegen in der Stadt weg. Und auch die Feuerwehrzentrale in Künzelsau ist von der Überschwemmung betroffen - steht 70 cm unter Wasser. 

Während die Helfer im Einsatz sind, werden fast 40 private Fahrzeuge der Feuerwehrmänner durch die Wassermassen zerstört.

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Auch in Forchtenberg gibt es enorme Schäden: kaputte Straßen, überflutete Keller in Häusern und Firmen.

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Unwetterschäden gab es auch im Kreis Heilbronn. In Neckarsulm hatte starker Regen Teile des Audi-Werks unter Wasser gesetzt. Zwei kleine "Bäche" hatten sich in reißende Flüsse verwandelt. Die Produktion musste deshalb vorübergehend gestoppt werden.

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Auch in anderen Kommunen musste die Feuerwehr Wasser aus vollgelaufenen Kellern abpumpen. Schäden gab es zum Beispiel in Niedernhall (Hohenlohekreis), Jagsthausen oder Möckmühl (beide Landkreis Heilbronn).

Das Unwetter hat im Main-Tauber-Kreis vergleichsweise geringe Schäden verursacht. In Niederstetten-Sichertshausen ging eine 30 Zentimeter hohe Geröll- und Schlammlawine durch den Ort, Keller wurden überflutet und Straßen teilweise beschädigt.

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Nicht nur ein hoher Sachschaden ist entstanden. Bei dem Unwetter verlieren vier Menschen ihr Leben.

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In Schwäbisch Gmünd hat am Sonntagabend eine unsichtbare Unterströmung einen Feuerwehrmann beim Rettungsversuch erfasst. Er wurde, wie auch ein 21-Jähriger, unter Wasser gezogen. Beide starben. Die Männer wurden offenbar durch einen Gully in die Kanalisation gezogen. Laut einem Polizeisprecher war der Kanaldeckel vorher vermutlich weggespült worden.

In Weißbach im Hohenlohekreis ertrank ein 62 Jahre alter Mann - er wurde im Kellerraum eines Mehrfamilienhauses von dem Unwetter überrascht.

Unter einer Brücke zwischen Schorndorf und Urbach im Rems-Murr-Kreis ist eine 13-Jährige von einem Zug erfasst und getötet worden - sie wollte sich dort vor dem Regen schützen.

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Helfer packen an

Freiwillige Helfer unterstützen die betroffenen Braunsbacher:

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Zurück in Braunsbach. Betroffene und hunderte freiwillige Helfer schaufeln Schlammmassen aus den Häusern und räumen Straßen frei. Auch von außerhalb kommen Helfer zur Unterstützung. 

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Bilanz nach dem Unwetter

Der stellvertretende Landrat Michael Knaus und Bürgermeister Frank Harsch nach dem Unwetter:

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Die Braunsbacher blicken nach vorne und packen es an. Auch wenn viele es noch immer nicht glauben können.

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Carolin (12) und Florian (8) schieben Schlamm aus dem Geschäft ihrer Eltern heraus.

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Hilfe ist angelaufen

Bürgermeister Frank Harsch zu den angelaufenen Hilfen:

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Braunsbachs Bürgermeister Frank Harsch im Dauereinsatz: als Koordinator, Ratgeber oder Helfer, wo immer er gebraucht wird.

Pausenlos im Einsatz sind ebenfalls hunderte Helfer von örtlichen Vereinen und Hilfsorganisationen.

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Innerhalb weniger Tage sind viele Grundstücke und Straßen freigeräumt.

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40.000 Tonnen Geröll, Holz und Schlamm wurden in den ersten Tagen mit Lkw abtransportiert.

Manche Häuser mussten abgerissen werden.
Das verändert das Straßenbild.

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Neben dem Abriss von Häusern kann mit der Instandsetzung von Straßen im Ort begonnen werden. Veränderungen sind nach einer Woche sichtbar. 

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In Braunsbach-Steinkirchen wurde durch das Technische Hilfswerk aus Pfedelbach in Rekordzeit eine zwölf Meter lange Behelfsbrücke gebaut. Die alte Brücke wurde durch die Wassermassen weggerissen.

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Die Schäden am Eigentum der Betroffenen ist hoch. Die Versicherer beginnen mit der Schadensregulierung. 
Der Bausachverständige Alexander Timper-Jansen betrachtet in Braunsbach Pläne mit der Hauseigentümerin Brigitte Ries.

Die Schäden zu regulieren, ist in erster Linie Aufgabe der Versicherer. Trotzdem werden Forderungen für Hilfen vom Land immer lauter.

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Sorgen & Nöte

Iris Wolf und Heinz Wolf schildern ihre Situation und fordern Hilfe von Ministerpräsident Kretschmann und Innenminister Strobl.

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Drei Tage nach dem Unwetter besuchen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl Braunsbach. Bürger wenden sich mit ihren Sorgen an die Politiker.


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Soforthilfe wird ausgezahlt

Innenminister Thomas Strobl äußert sich zur Kritik von Bürgern. Betroffene freuen sich über die Soforthilfe.

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Die Landesregierung stellt zwei Millionen Euro für die Betroffenen des Unwetters zur Verfügung.

Die Soforthilfe des Landes beträgt für einen Haushalt maximal 2.500 Euro, für Kleinbetriebe 5.000 Euro. Die finanzielle Hilfe erhält nur, wer etwa als Lediger weniger als 25.000 Euro im Jahr verdient. Daran gibt es Kritik, weil viele keine Hilfen bekommen.

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Im Hohenlohekreis soll ersten Schätzungen zu Folge ein Schaden von 116 Millionen Euro entstanden sein. 

Rund 112 Millionen Euro Schaden hat das schwere Unwetter im Landkreis Schwäbisch Hall hinterlassen. Dabei kommt die Gemeinde Braunsbach auf 104 Millionen Euro. Nur acht Kommunen von den insgesamt 30 im Kreis blieben vom Unwetter verschont. 

Das Land prüft, wie hoch es ein Hilfspaket unter anderem zum Wiederaufbau schnürt. Zusätzlich gibt es Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen.

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Bei dem Unwetter haben die Braunsbacher zusammengehalten. Nach drei Wochen kommen sie das erste Mal bei einer Bürgerversammlung zusammen und ziehen Bilanz.

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Viel Lob

Bürger über die helfende Gemeinschaft während des Unwetters.

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Die Bürger von Braunsbach sind überwältigt von der gegenseitigen Hilfe. Sie sprechen über die Erfahrungen der vergangenen Wochen und haben viel Lob übrig.


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Überwältigende Hilfe

Bürgermeister Frank Harsch zur Hilfe von außen:

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In Braunsbach wird weiter aufgeräumt. Es wird noch Wochen dauern, bis die äußeren Schäden alle beseitigt sind. Welche Folgen das Ereignis für die Betroffenen hat - seelisch und finanziell - kann bislang nur erahnt werden. 

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