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Der Wert der Arbeit

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In unserer Multimediageschichte kannst Du vier Menschen begleiten, deren Arbeit uns täglich hilft - die für uns wertvoll ist. Doch ihre Arbeit verändert sich.

Wird es diese Berufe in Zukunft so noch geben?


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Lars Hannemann, Altenpfleger


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Der Pflegebedarf wird in den kommenden Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung weiter ansteigen.

Aber bereits jetzt gibt es nicht genug ausgebildete Pflegekräfte, um den Personalbedarf in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu decken.

Im Schnitt waren bei der Bundesagentur für Arbeit in den letzten Monaten mehr als 12.000 freie Fachkraftstellen in der Altenpflege gemeldet.

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Der wachsende Zeit- und Kostendruck sorgt zunehmend für schlechtere Arbeitsbedingungen und damit auch für eine geringere Attraktivität der Pflegeberufe.

Um die entstehende Versorgungslücke abfedern zu können, gehen Experten von einem zunehmenden Einsatz gering qualifizierter Pflegekräfte aus, obwohl wegen steigender Ansprüche eigentlich das Gegenteil notwendig wäre.

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Pflegeroboter können zukünftig sicher bestimmte Tätigkeiten wie die Essensausgabe, das Tablettensortieren, Waschen oder Tragen von Patienten übernehmen. Sie gelten Zukunftsforschern als eine Möglichkeit dem Mangel an Pflegepersonal zu begegnen.

Aber: Roboter werden ausgebildete Pflegekräfte auf absehbare Zeit nicht ersetzen können. Gerade in der Pflege spielen Empathie und zwischenmenschliche Kommunikation eine wesentliche Rolle. Allerdings kann ihr Einsatz für ausgebildetes Personal Freiräume schaffen und sie bei schwerer körperlicher Arbeit unterstützen.

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Dr. Werner Eichhorst, Direktor Arbeitsmarktpolitik Europa am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit

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Roland Müller, Paketzusteller

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Der Bundesverband Paket und Expresslogistik rechnet in den nächsten Jahren mit einem überdurchschnittlichen Wachstum an Paketzustellungen und einem erhöhten Arbeitskräftebedarf der Branche.

Allerdings sind auch die Arbeitsplätze der Zusteller von einer zunehmenden Automatisierung bedroht. So geht die Unternehmensberatung McKinsey in ihrer aktuellen Branchenstudie davon aus, dass bereits bis 2025 schon 80% der Pakete durch den Einsatz von mobilen Packstationen, selbstfahrenden Transportern und Paketdrohnen an den Empfänger zugestellt werden können.

Der Branchenverband sieht diese Entwicklung deutlich zurückhaltender.

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Dr. Werner Eichhorst, Direktor Arbeitsmarktpolitik Europa am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit

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Jörg Wohlfahrt, Taxifahrer

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Das Taxi wird auch im Mobilitätsmix der Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Die Branche rechnet in den kommenden Jahren mit einem leichten Wachstum, da immer mehr alte Menschen auf das Taxi als Verkehrsmittel angewiesen sind und umgekehrt immer weniger junge Menschen einen eigenen PKW besitzen. Hier schließt das Taxi eine wichtige Lücke im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Durch technische Innovationen können Standzeiten weiter verkürzt und Leerfahrten vermieden werden, was das Taxifahren generell profitabler und auch bezahlbarer macht.

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Die Digitalisierung hat schon seit längerem auch im Taxigewerbe Einzug gehalten. Taxi-Apps und Online-Fahrvermittlungsdienste wie mytaxi, Uber oder Blacklane verändern den Wettbewerb.

Inwieweit solche Angebote mehr Konkurrenz oder Ergänzung zum klassischen Taxigewerbe sind, lässt sich derzeit noch nicht verlässlich sagen.

Es ist aber davon auszugehen, dass das Taxigewerbe durch die neuen Mobilitätsdienstleister weiter unter Druck gerät und der Wettbewerb unter den Anbietern zunimmt.

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Selbstfahrende Autos werden unsere Mobilität und auch den Beruf des Taxifahrers zukünftig wohl am stärksten verändern.

Im September 2016 begann Uber in einem Pilotprojekt in Pittsburgh selbstfahrende Taxis im Straßenverkehr zu testen.

In einer aktuellen Studie geht die Unternehmensberatung Roland Berger davon aus, dass bis 2030 bereits 27% der weltweit gefahrenen Kilometer von autonom fahrenden Taxis zurückgelegt werden, die den Anteil privater Fahrzeuge sukzessive ersetzen.

Wie schnell selbstfahrende Autos wirklich zur Realität im Verkehr gehören werden, hängt aber neben technologischen Weiterentwicklungen auch von den gesetzgeberischen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz der Nutzer ab.

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Dr. Werner Eichhorst, Direktor Arbeitsmarktpolitik Europa am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit

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Sylvia Speisser, Textilverkäuferin

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Derzeit ist noch nicht zu erkennen, dass der Onlinehandel im Bereich Bekleidung signifikant zu Lasten des stationären Einzelhandels geht.

Um gegen die Konkurrenz im Netz bestehen zu können, müssen Ladengeschäfte aber entsprechende Anstrengungen zur Kundenbindung durch qualitative Beratung und attraktive Verkaufsangebote - Stichwort "Erlebnishandel" - unternehmen.

Stärker als durch den Onlinehandel wird der kleinteilige selbstständige Einzelhandel durch Filialisten unter Druck geraten.

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Die Bundesagentur für Arbeit rechnet in ihrer Arbeitsmarktprognose bis 2030 nur mit einem leichten Rückgang der Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel.

Allerdings ist davon auszugehen, dass in diesem Bereich weiter zunehmend mit Aushilfen und angelerntem Personal statt mit Fachpersonal operiert wird.

Das hat wiederum Auswirkungen auf die Bezahlung.
Im Bundesdurchschnitt verdient eine Fachverkäuferin für Bekleidung derzeit 2080 Euro brutto. Aushilfen und angelernte Kräfte verdienen deutlich weniger.

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Dr. Werner Eichhorst, Direktor Arbeitsmarktpolitik Europa am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit

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"Was ein Mensch gilt oder wert ist, ist, wie bei allen anderen Dingen, sein Preis, das heißt, so viel, wie für den Gebrauch seiner Kraft gegeben wird."  Thomas Hobbes (1588-1679)

Lässt sich der Wert von Arbeit nur am Gehalt bemessen, und wenn ja, was ist die jeweilige Arbeit dann wert? Sichert Arbeit "nur" unseren Lebensunterhalt? Welchen ideellen Wert hat Arbeit für uns?

Diskutieren Sie mit uns! Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

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Ein Pageflow zur ARD Themenwoche 2016
Zukunft der Arbeit
von Mirjam Wörnle und Jochen Dietel

Sinje Matzner und Manfred Henßler (Redaktion)
Simon Ketteniss (Webgrafik)

Besonderer Dank an:
Sylvia Speisser (Verkäuferin)
Lars Hannemann (Altenpfleger)
Roland Müller (Paketbote)
Jörg Wohlfahrt (Taxifahrer)
Dr. Werner Eichhorst (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit)

Elena Marcus-Engelhardt (Bundesverband Paket & Express Logistik)
Wilhard Schumacher (Statistisches Bundesamt)

Mehr Informationen zur ARD Themenwoche 2016 finden Sie hier.

Anmerkung: Die Angaben zu den Durchschnittsgehältern sind dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit entnommen. Die Daten ergeben sich aus den Mittelwerten gemeldeter Gehälter von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2014. Im Einzelfall können daher Gehälter auch erheblich vom angegebenen Mittelwert abweichen.

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verdient ein vollzeitbeschäftigter Taxifahrer im Schnitt pro Monat in Deutschland.

Seit seiner Einführung zum 1. Januar 2015 gilt auch für angestellte Taxifahrer der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch Taxiunternehmen nutzen immer wieder Lücken aus, um diesen zu umgehen. Etwa indem sie Taxifahrern für Zeiten der Rufbereitschaft nur einen niedrigen oder gar keinen Lohn bezahlen.

Viele nebenberufliche und selbstständige Taxifahrer müssen unter dem Strich mit einem noch geringeren Monatsentgelt auskommen.

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verdient ein vollzeitbeschäftigter Taxifahrer im Schnitt pro Monat in Deutschland.

Der Taxiverband (BZP) hatte bereits vor der Einführung des Mindestlohns vor den Folgen für die Branche gewarnt. Dies würde zu einem massiven Preisanstieg und Entlassungen führen. Letzeres blieb aus.

In der Tat haben sich Taxifahrten v.a. in Ostdeutschland mit Einführung des Mindestlohns verteuert. Weil Taxifahrer dort besonders schlecht bezahlt wurden, konnten sie überdurchschnittlich vom Mindestlohn profitieren.

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der Verbraucher kaufen lieber im Internet oder bei Versandhändlern ein.

Auch wenn der Einkauf im Internet inzwischen für die meisten Verbraucher dazugehört, würde nach wie vor eine Mehrheit Bekleidung, Textilien und Schuhe lieber im klassischen Einzelhandel kaufen.

(Quelle: bevh/Boniversum 2016)

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der Verbraucher gaben bei einer aktuellen Befragung an, Bekleidung, Textilien und Schuhe lieber im klassischen Einzelhandel als im Internet zu kaufen.

Auch wenn die Mehrzahl der Verbraucher das Internet für Einkäufe nutzt, verschiebt sich in den letzten Jahren die Präferenz beim Einkauf nur gering in Richtung Online- und Versandhandel. 

(Quelle: bevh/Boniversum 2016)


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verdient eine Fachkraft in der Altenpflege im Schnitt.

Ungelernte Pfleger/innen und Hilfskräfte werden allerdings deutlich schlechter bezahlt und verdienen weniger als 2000 Euro brutto.

Außerdem besteht ein großer Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern. Altenpfleger in Ostdeutschland verdienen daher auch als ausgebildete Fachkräfte u. U. weniger als 2000 Euro.

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beträgt der Durchschnittslohn für eine Fachkraft als Altenpfleger im Monat. Bei Spezialisten z.B. im Bereich Rehabilitation oder in der Hospizpflege kann das Entgelt höher liegen.
Ungelernte Kräfte und Helfer verdienen dagegen deutlich weniger.

Hinsichtlich der Bezahlung besteht außerdem ein großer Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern.

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verdient ein als Auslieferungsfahrer eingestufter Zusteller in Deutschland.

Die Lohnunterschiede sind aufgrund der starken Konkurrenz unter den Paketdiensten im boomenden Paketgeschäft allerdings gravierend. So hatte ein hessischer Subunternehmer vor Gericht geklagt, weil ihm für eine 60-h-Woche ein Stundenlohn von gerade einmal 2,69 Euro brutto gezahlt wurde.

Der Trend zu Subunternehmern und selbstständigen Fahrern hat in den letzten Jahren nicht nur die Löhne stark sinken lassen, sondern auch die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert.




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beträgt der Durchschnittslohn für einen Auslieferungsfahrer. Entsprechend höher gruppierte Paketzusteller verdienen im Schnitt 2.725 Euro.

Der anhaltende Trend zu Subunternehmern und selbstständigen Fahrern, die nicht nach Tariflohn bezahlt werden, führt in der Branche weiterhin zu sinkenden Löhnen, längeren Arbeitszeiten und wachsendem Zeitdruck.

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