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Heile Heile Gänsje

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In den 50er Jahren betritt Ernst Neger mit „Heile, heile Gänsje“ die Mainzer Fastnachtsbühnen, rührt das Publikum zu Tränen und wird weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Geschichte des Liedes beginnt jedoch viel früher – und dauert bis heute an. Alle Stationen zum Nachlesen, Anhören und Anschauen.

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"Heile, heile Gänsje“ ist ein Mainzer Original. Erfunden wurde das Lied in den 20er Jahren von Martin Mundo (hier im Bild).

Sein Sohn Werner Mundo erinnert sich 1957 an die Entstehung – an der er als Kind nicht ganz unbeteiligt war…

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Das Original von Martin Mundo kam 1929 auf die Mainzer Bühnen. Aufgeführt wurde es in der Fastnachtsposse "Hurra, mir erwe!".  

In dem Trostlied singt eine Mutter für ihre Tochter. Ihr Versprechen: Alles wird wieder besser-  's is bald widder gut".

Ernst Neger erzählt:

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Der 27. Februar 1945 verändert Mainz für immer. Innerhalb von zwanzig Minuten werden bei einem Luftangriff 80 Prozent der Innenstadt zerstört. 1.200 Menschen sterben. Das alte Mainz gibt es nicht mehr. Hier zu sehen ist die Mailandsgasse.

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Ernst Neger, 1909 in Mainz geboren, war bereits seit seiner Jugend in der Fastnacht aktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg betritt er erstmals auch als Sänger die Bühne - mit "Heile, heile Gänsje". Am Klavier wird er stets von Toni Hämmerle begleitet.

Er fügt dem Lied bei seinen Auftritten eine vierte Strophe hinzu - sie handelt vom zerstörten Mainz. Dichter der Strophe ist Georg Zimmer-Emden.

Ernst Neger erinnert sich:
 

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Mit "Heile, heile Gänsje" trifft Ernst Neger den Nerv der Zeit. Die Narren können von dem Lied einfach nicht genug bekommen:

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Das Publikum ist begeistert - und gleichzeitig tief getroffen.


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Wär ich e mol de Herrgott heit, dann wüsste ich nur änns,
ich nehm in meine Arme weit, mein arm zertrümmert Meenz,
und streichel dies ganz sanft und lind und sag, hab nur Geduld,
ich bau dich wieder auf geschwind, ja du warst doch gar nicht schuld.
Ich mach dich widder wunderschön, du kannst, du derfst net unnergehn...

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Thomas Neger tritt das Erbe seines Großvaters an. Mit seiner Band "Die Humbas" hat er heute ebenfalls das "Gänsje" im Programm - jedoch ohne die vierte Strophe: "Es würde mir gar nicht zustehen. Die gehört dem Opa."

Als Kind erlebt Thomas Neger seinen Großvater selbst noch auf der Bühne. Dieser stirbt 1989 im Alter von 80 Jahren.

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2018 spielen die Humbas das "Gänsje" in einer neuen Version: Der Gesang wird nur von zwei Gitarren begleitet.

Die Idee entstand spontan bei einer Probe. "Wir wollen wieder ein bisschen leisere, besinnlichere und ruhigere Töne bringen", sagt Thomas Neger. "Und auch einfach wieder an das Lied erinnern."

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Bis heute ist "Heile, heile Gänsje" unvergessen. 2019 feiert das Lied seinen 90. Geburtstag.

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Autoren:
Valeska Parpart
Franziska Gill

Redaktion:
Holger Kortüm

Grafik:
SWR.Online

Quellen:
SWR Archive/Mainzer Fastnachtsarchiv

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