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Sonnenfinsternis - Das muss man wissen!

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Von David Micken, Klaus Heblich und Janina Bokoloh
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Freitag zwischen 9.30 und 12 Uhr verdunkelt sich die Sonne über Deutschland. Der Mond schiebt sich vor unser Zentralgestirn und verdeckt es auf dem Höhepunkt  zu rund 80 Prozent.
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Herodot berichtete im 5. Jhd. v. Chr., dass die Lyder und Meder ihren sechs Jahre dauernden Krieg wegen einer Sonnenfinsternis beendeten.

In der Bibel ist die Sonnenfinsternis Teil der neun Plagen, die Moses über die Ägypter bringt.

Auch heute noch glauben viele Menschen, dass eine Sonnenfinsternis ein Vorbote schlechter Ereignisse ist. Dabei wissen wir längst, dass sie zwar beeindruckend, aber eigentlich ganz natürlich ist.
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Auf die richtige Konstellation zwischen Mond und Sonne kommt es an. Die Animation zeigt, wie es funktioniert. 

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Kernschattenkarte der NASA
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Von der Erde aus erscheinen Sonne und Mond annähernd gleich groß, so dass die Mondscheibe die Sonne bei einer Eklipse vollständig bedeckt. Dabei fällt ein mehrere tausend Kilometer großer Schatten auf die Erde.

Bei dieser Sonnenfinsternis wandert der Kernschatten des Mondes, die sogenannte Umbra, zwischen Island, Schottland und Norwegen über den Atlantik. Dabei zieht er genau über die Färöer Inseln und Spitzbergen hinweg. Man kann also nur dort eine totale Sonnenfinsternis erleben.

Auf dem Bild der NASA ist diese Wanderung eingezeichnet. Der Norden Deutschlands liegt noch zu 80 Prozent, der Süden nur zu knapp 70 Prozent im Halbschatten des Mondes (Penumbra).


Kernschattenkarte der NASA
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Diamantring – so wird der Moment genannt, wenn die Sonne nur noch ein kleines Stück am Mond vorbei zu sehen ist und wie ein Juwel funkelt. Für diesen Anblick und den Blick auf die Korona, die äußere Atmosphäre der Sonne, die hinter dem Mond sichtbar wird, reisen Sonnenfinsternisjäger um die ganze Welt.

Wer es aber nicht mehr nach Spitzbergen oder auf die Färöer Inseln schafft, kann trotzdem live dabei sein, wenn sich der Mond dort komplett vor die Sonne schiebt -  per Livestream.
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Wer sich das Himmelsspektakel ansehen will, darf niemals direkt in die Sonne gucken. Das könnte schwere Schäden des Auges bis hin zur Erblindung nach sich ziehen.

Kein Risiko besteht beim Tragen einer speziellen Sonnenfinsternis-Brille. Diese sind bei Optikern und in Onlineshops erhältlich, momentan aber fast überall vergriffen.

Wer das Spektakel trotzdem beobachten will, kann dies auch indirekt tun, beispielsweise mit einer Lochkamera oder durch die Projektion eines Fernglases.

Einfach ein Fernglas verkehrt herum, also mit dem Ende, durch das man normalerweise selbst schauen würde, auf die Sonne richten. Auf einem hellen Untergrund wird jetzt die Sonne als heller runder Kreis sichtbar, über den der Mond wandert.

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Schwankungen im Stromnetz, lahmgelegte Geräte, bis hin zum Totalausfall – die Befürchtungen im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis sind groß. Passieren sollte allerdings nicht viel. Die Verdunklung hemmt zwar die Energiegewinnung der Solarkraftanlagen, dieses Defizit kann aber durch bestehende Kraft- und Pumpspeicherwerke ausgeglichen werden.

Trotzdem bereiten sich Energiekonzerne, Netzbetreiber und Ingenieure seit Monaten auf dieses Ereignis vor. 
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Viel problematischer als der Abfall ist das ruckartige Hochfahren der Energieproduktion nach der Verdunklung. In sehr kurzer Zeit kommt es zu einem massiven Anstieg der Leistung. Um die Netze nicht zu überlasten, muss die überschüssige Energie schnell abgeführt werden.

Solche Überlegungen waren 1999 bei der letzten vollkommenen Sonnenfinsternis in Deutschland nicht nötig. So viele Menschen wie nie zuvor  beobachteten fasziniert den Himmel und der SWR übertrug das Ereignis live.
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Liveübertragung der Sonnenfinsternis von 1999 aus Stuttgart. 

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Am 9. März 2016 wird die Sonne über Sumatra, Borneo und Sulawesi dunkel.

Am 21. August 2017 über den USA sowie Nordpazifik und -atlantik.

Erst am 3. September 2081 gibt es wieder eine totale Sonnenfinsternis über Deutschland.
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