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Los geht's

Udo Jürgens

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Die 60er Jahre

Udo Jürgens macht sich hier gerade noch etwas frisch - dann geht es los mit unserer Zeitreise durch sein Leben, die anlässlich seines 80. Geburtstags entstand. 

Werfen wir zunächst einen Blick auf Udo Jürgens kurz nach seinem Durchbruch Mitte der sechziger Jahre. 
Seine erste große Tour machte ihm ganz schön zu schaffen...
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1967: Abendschau Baden-Württemberg

Die "Abendschau" hat Udo Jürgens auf seiner ersten großen Tournee begleitet. 

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"Es wird Nacht, Señorita"

1968: Abendschau Baden-Württemberg

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Hier sehen wir Udo Jürgens, wie er 1968 das Lied "Es wird Nacht, Señorita" performt. 

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Udo Jürgens war bereits als Songwriter erfolgreich, bevor er auch als Sänger berühmt wurde. 
In Deutschland wurde er der breiten Masse 1965 durch den Hit "Siebzehn Jahr, blondes Haar" bekannt. 
Der internationale Durchbruch folgte ein Jahr später beim Eurovision Song Contest - mit dem Lied "Merci, Chérie". 
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"Merci, Chérie"

1970: Ausschnitt aus der Abendschau Baden-Württemberg

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Der Weg bis zu diesem Durchbruch war nicht immer einfach. 

Am 30. September 1934 kam er als Udo Jürgen Bockelmann in Klagenfurt in Österreich auf die Welt. 
In der Schule wurde er aufgrund seiner Segelohren gehänselt. Schon bald flüchtete er sich am Klavier in die Musik. Das Gymnasium verließ er ein Jahr vor dem Abitur. 
Als Jugendlicher musste er auch in die Hitlerjugend. Dort wurde er einmal als Strafe für seine schwache körperliche Verfassung geohrfeigt. Von dieser Züchtigung behielt er einen dauerhaften Hörschaden auf einem Ohr zurück. 

Nicht alle haben damals an sein Talent geglaubt, wie er später in einem Interview erzählt. 
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Udo Jürgens im Interview mit SWR4

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Nach dem Musikstudium (unter anderem am Mozarteum in Salzburg) ging es dann bald aufwärts mit seiner Karriere. Dazu kam das Glück in der Liebe. 
1964 heiratete er das sechs Jahre jüngere Fotomodell Erika Meier (Spitzname "Panja"). 
Als er dann als Sänger erfolgreich wurde, lagen ihm schnell die Frauen zu Füßen. 
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1968: Abendschau Baden-Württemberg

Udo hat Erfolg bei den Frauen und genießt das. So sehr, dass bereits in den zurückhaltenden 60ern immer wieder darüber berichtet wird - auch in der SWR-Abendschau.

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Auf seinen internationalen Durchbruch mit "Merci, Chérie" folgte eine große Tournee. Udo Jürgens spielte nicht nur Konzerte im Westen, sondern auch in Städten wie Bukarest, Budapest, Moskau, Sofia oder Danzig - zur Zeit des Eisernen Vorhangs keine Selbstverständlichkeit. 
Obwohl die Leute dort seine Texte nicht verstanden, kam die Musik gut an. 

Wie erklärt sich Udo Jürgens selbst diesen Erfolg?

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1967: Abendschau Baden-Württemberg

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Die 70er Jahre

Mit der Zeit wurde es der Presse langweilig, immer nur über Udo Jürgens' Erfolg zu schreiben. Neue Schlagzeilen mussten her. 
Die Klatschblätter brachten ab Anfang der siebziger Jahre immer wieder "Skandälchen", von denen viele erfunden waren.
Ein Fall war besonders bizarr...
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1972: Schlagerfestival in Antibes

Udo Jürgens erzählt von einer erfundenen Geschichte der Boulevard-Presse. 

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Anfang der Siebziger warfen die Kritiker Udo Jürgens vor, seine Musik wäre zu unpolitisch. 
Ein Journalist namens Schnitzler von der Süddeutschen Zeitung nannte den Sänger "Die Märchentante des Kapitalismus". 
Ein SWR-Reporter fragte Udo Jürgens 1970, ob er denn überhaupt ein politischer Mensch sei. 
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1970: Abendschau Baden-Württemberg

Udo Jürgens bezeichnet sich als politisch interessiert. 

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Udo Jürgens reagierte - bewusst oder unbewusst - auf die Kritik und schlug einen Stilwechsel ein. Während er in den Sechzigern hauptsächlich von der Liebe gesungen hatte, waren seine neuen Songs in den Siebzigern zumindest teilweise politisch und gesellschaftskritisch. 
"Griechischer Wein" (1974) handelt von Gastarbeitern und wurde ein Nummer-1-Hit in Deutschland. 
"Ein ehrenwertes Haus" (1975) macht sich über spießige Konservative lustig, die sich an unverheirateten Paaren stören. 
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Die 80er und 90er Jahre

In den 80ern und 90ern wurde es in den Charts etwas ruhiger um Udo Jürgens. Er hatte in dieser Zeit keine großen Hits, dafür ging er fast jedes Jahr auf Tour - im In- und Ausland. 1991/1992 hatte er seine erfolgreichste Tour mit insgesamt 720.000 Besuchern. 
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1981: Gespräche mit Aufsteigern und Absteigern

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1989 ging seine Ehe in die Brüche. 
Schon 1981 hatte Erika Meier in einem SWR-Interview erzählt, wie schwierig die Beziehung mit einem Superstar wie Udo Jürgens sei. 

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Zehn Jahre nach der Scheidung heiratete Udo Jürgens zum zweiten Mal - und zwar seine langjährige Lebensgefährtin Corinna Reinhold. Die beiden zogen in ein Haus in Zumikon in der Schweiz. 2006 ging aber auch diese Ehe in die Brüche. 
Später sagte er in einem Interview mit der Fernsehwoche: "Keine Sekunde denke ich darüber nach, dass ich noch einen Versuch machen sollte, eine Frau unglücklich zu machen, indem ich sie heirate."
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2000 bis heute

2001 gab es dann ein Comeback in den Charts. Die Neuauflage des Songs "Ich war noch niemals in New York" wurde ein voller Erfolg. 
Darauf folgte eine große Tournee. Aber konnte er die Frauen noch genauso verzaubern wie in den Sechzigern?
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2005: Landesschau Baden-Württemberg

Die Frauen finden Udo Jürgens noch immer attraktiv. 

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Am 2. Dezember 2007 hatte das Musical "Ich war noch niemals in New York" im Operettenhaus Hamburg Weltpremiere - und wurde ein voller Erfolg.
Das Musical gastierte später noch in Stuttgart, Oberhausen, Berlin, Zürich, Wien und sogar Tokio. 
Alle Lieder des Musicals stammen von Udo Jürgens und seinen Textschreibern. Er selbst steht bei den Aufführungen nicht auf der Bühne. Die Lieder werden von den Darstellern gesungen - ein komisches Gefühl für den Star... 
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Nachtkultur, 2007

Es hat Udo Jürgens berührt zu sehen, wie seine eigenen Lieder auf der Bühne dargeboten werden. 

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2011 wurde der zweiteilige Fernsehfilm "Der Mann mit dem Fagott" im Ersten ausgestrahlt. Der Film basiert auf der gleichnamigen Autobiografie und erzählt die Geschichte von drei Generationen aus Udos Familie - seinem Großvater, seinem Vater und schließlich Udo Jürgens selbst.
Während der Sänger sich im fortgeschrittenen Alter selbst spielt, wird er in jungen Jahren von dem Schauspieler David Rott verkörpert. 
Eine große Herausforderung für den jungen Schauspieler...
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Landesschau Rheinland-Pfalz 2011

Für Schauspieler David Rott war die Herausforderung besonders groß, eine noch lebende Person zu spielen. 

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2013 bekam Udo Jürgens dann einen Bambi für sein Lebenswerk - eine von zahllosen Auszeichnungen für ein Leben voller Höhepunkte. 
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Vielen Dank an das Management von Udo Jürgens für die Erlaubnis, die alten Filmaufnahmen zu verwenden. 

Und weil wir diese alten Aufnahmen so toll finden, verabschieden wir uns mit einem weiteren Schatz aus dem Archiv: Eine Performance von "Du gingst vorbei" aus dem Jahr 1969.

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"Du gingst vorbei"

1969: Ausschnitt aus der Abendschau Baden-Württemberg

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